Wendland CSD

Grundgesetz für alle!

Bis heute im Jahre 2021 sind queere* Menschen vom Schutz vor Diskriminierung im Grundgesetz ausgeschlossen. Gemeinsam können wir das jetzt ändern, indem wir die Petition unterschreiben.

*queer: lesbisch, schwul, bi-, trans-, intersexuell (LGBTIQ)

 

Entwurf des Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Änderung des Artikels 3 Absatz 3 - Einfügung des Merkmals sexuelle Identität)

In einem Schreiben vom 10. März 2021 an die Bundestagsabgeordneten aus dem Altmarkkreis Salzwedel und Lüchow-Dannenberg Dr. Julia Verlinden (BÜNDNIS90 / DIE GRÜNEN), Eckhard Gnodtke (CDU), Eckhard Pols (CDU), Matthias Höhn (DIE LINKE) und Dr. Marcus Faber (FDP) fordern wir dazu auf, die Ergänzung des Artikel 3 Absatz 3 GG noch in dieser Legislaturperiode zu unterstützen, siehe auch folgende Presseinformation:

Presseinformation Ergänzung Art. 3 Abs. 3 GG um das Merkmal sexuelle Identität
Pressinformation CSD Wendland Altmark - 11.03.2021.pdf (106.31KB)
Presseinformation Ergänzung Art. 3 Abs. 3 GG um das Merkmal sexuelle Identität
Pressinformation CSD Wendland Altmark - 11.03.2021.pdf (106.31KB)


Die Planungen für den Wendland CSD 2021 laufen. Thema, Ort und Termin sind in der Diskussion. Wir brauchen weitere Freiwillige, die uns unterstützen:

 

Bitte melde Dich unter Kontakt

  

aktuelle Stellungnahme (09.04.2021)

Der CSD Wendland distanziert sich vom anonymen Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration "QUEER GEGEN BULLEN UND DEUTSCHLAND - queeres Leben statt nationalem Einheitsbrei!" in Salzwedel.

Wir sind entsetzt, dass die queere community unter dem Regenbogen für diesen Aufruf instrumentalisiert wird.

Unsere Werte unter dem Regenbogen wie Respekt, Toleranz, Solidarität, Vielfalt, Achtung der Menschenwürde sind unvereinbar mit diesem Aufruf.

Aus Sicht der Initiatorinnen des obigen Aufrufs tragen lesbische Frauen und schwule Männer, die seit 2017 in Deutschland durch die Ehe für Alle der gesellschaftlichen Gleichstellung näher gekommen sind, nun auch wie heterosexuelle Menschen zur sexuellen Ausbeutung von Transgender bei.

Wir – die langjährigen Verantwortlichen des CSD Wendland – sehen die Ehe für Alle hingegen nicht als Mittel einer erweiterten  Ausbeutung von Transgender durch Lesben und Schwule, sondern als eine wichtige Institution des Gleichberechtigung, wofür wir uns seit Jahrzehnten einsetzten. Wir befürworten anstelle einer Schuldzuweisung die Verbesserung der rechtlichen Situation von Transgender, siehe auch unsere Ziele

Diese Meinungsverschiedenheit hinsichtlich der Ehe für Alle nahmen die Initiatorinnen des obigen Aufrufs sowie die Inhaberin des queer-Verteilers im Wendland zum Anlass, öffentlich gegen uns mit Mitteln der Rufschädigung unter Missachtung unseres Persönlichkeitsrechts und Missachtung unserer Meinungsfreiheit vorzugehen. Ein Einbringen ihrer Anliegen in das CSD Wendland Organisationsforum fand während unser langjährigen Arbeit nicht statt. 

Wir sehen in dem Bestreben der Initiatorinnen des anonymen Aufrufs die Absicht, das Augenmerk auf immer speziellere Minderheiten zu lenken, die sich durch eine benachteiligte sexuelle Identität definieren, durch die sie sich von der queeren Vielfalt abheben. Hieraus leiten sie die den Anspruch ab, Opfer der anderen zu sein und somit die queere community auf Kosten der Solidarität spalten. 

Wir alle sollten bedenken: Solidarität ist gegenseitig!


Christopher Street Day CSD (Pride) am 25. Juli 2020 im Wendland

 Mit nahezu 500 Teilnehmenden setzten wir ein deutliches Zeichen für

Vielfalt, Respekt, Toleranz und Solidarität.

Wir erreichten eine bundesweite Medienresonanz, z. B.:

tagesschau 20 Uhr, 25.07.2020
Hallo NIEDERSACHSEN, 25.07.2020
wendland-net.de, 26.07.2020
ZEIT ONLINE, 26.07.2020
BILD, 26.07.2020: Sichtbarkeit, wo sie oft fehlt

Das Organisationsteam des CSD Wendland bedankt sich ganz herzlich bei allen Gästen, Teilnehmenden, Ordner*innen sowie Helfer*innen für Euren Einsatz unter erschwerten Corona Hygiene-Auflagen. 

 

Zum diesjährigen CSD im Wendland wurden erstmals folgende Gemeinden und Kreise ihre Rathäuser bzw. Kreishäuser mit der Regenbogenfahne beflaggen:

  • Gemeinde Clenze
  • Gemeinde Karwitz
  • Samtgemeinde Lüchow (Wendland)
  • Samtgemeinde Elbtalaue (Dannenberg und Hitzacker)
  • Samtgemeinde Gartow
  • Landkreis Lüchow-Dannenberg
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Beteiligten!

Hier gaben wir die während der Demonstration geltenden Hygiene-Regeln bekannt.
Eine akustische Durchsage dieser Reglen ist unter DOWNLOADS verfügbar.

Der CSD im Wendland konnte trotz Corona auch in diesem Jahr stattfinden. Die Ordnungsbehörde des Landkreises hatte grünes Licht für unseren CSD im Wendland unter Einhaltung der folgenden Hygiene-Regeln gegeben.

verplichtende Corona Hygiene-Regeln während der Demonstration:

  • Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m zwischen allen anwesenden Personen,
  • Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes,
  • Diese Auflagen wurden weitestgehend von allen Teilnehmern befolgt. Eine Ordnerin sowie 29 Ordner unterstützten die Einhaltung. Herzlichen Dank für Euren Einsatz! 
Motto: Aufstehen gegen Hass und Diskriminierung!

Und beibt gesund!

Das war der 25. Juli 2020:

13:00  

Aufstellung des Demonstrations-Zuges in Salderatzen, 29496 Waddeweitz

14:00  

Start des Demonstrations-Zuges in Salderatzen, Xamba spielt auf:

Es ging über die B493 bis Waddeweitzer Kreisel, über Groß Gaddau nach Klein Gaddau, 

15:00

Zwischenkundgebung (u.a. mit Pide Hamburg e.V., Xamba) auf dem Dorfgemeinschaftsplatz Klein Gaddau,

anschließend geht es zurück nach Salderatzen über den Dorfverbindungsweg.

16:00  

Abschlusskundgebung im Rundling Salderatzen

18:00  

Handtaschenweitwurf, Herrenhaus Salderatzen 

CSD Wendland - Unsere politischen Ziele 2020

Gleichberechtigung aller Menschen

Wie jedes Jahr treten wir auch 2020 mit dem Christopher Street Day CSD bzw. Pride iWendland für ein gleichberechtigtes Leben aller  Menschen in der Region Wendland, Elbtalaue, Altmark, Uelzen, Lüneburg und darüber hinaus ein - unabhängig von deren sexueller Identität und Orientierung, Herkunft, Religion und Hautfarbe. Dieses sind unsere allgemeinen Ziele seit 2013.

 

Banner des CSD Wendland


*queer: lesbisch, schwul, bi-, trans-, intersexuell (LGBTIQ)

Wir sehen uns als queere* Menschen mit der Ehe für alle der Gleichberechtigung deutlich näher gekommen. Dennoch sind wesentliche Forderungen der queer community noch nicht umgesetzt: siehe unsere Forderungen.

Wir begrüßen, dass die deutsche Regierung die geschlechtliche Vielfalt respektiert. In ihrem Regierungsprogramm fordert sie ein freies und sicheres Leben aller Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Identität, und sie verurteilt hierin Homosexuellen- und Transfeindlichkeit. Sie wirkt jeder Diskriminierung entgegen.

Leider jedoch sind jüngst die homo- und transphob motivierten Straf- und Gewalttaten stark angestiegen.

Deshalb wollen wir mit dem CSD (Pride) im Wendland unser Recht auf ein gewalt- und diskriminierungsfreies Leben als queere Menschen zum Ausdruck bringen. Und darüber hinaus zeigen wir:

Solidarität mit Menschen, die Ziel von Hass, Diskriminierung und Gewalt sind

In Anbetracht von Hass, Hetze und Gewalt gegen Menschen anderer Herkunft, Glaubens oder politischer Meinung wollen wir uns mit  Menschen, ob Asylbewerbern, Flüchtlingen, Menschen mit Migrationshintergrund, religiösen Minderheiten solidarisieren, für deren Rechte und Sicherheit eintreten.

Die Rechte von Minderheiten betreffen die gesamte Gesellschaft!

Wir wenden uns gegen jeden Hass und gegen jede Gewalt oder Gewaltandrohung auch gegen PolitikerInnen oder öffentliche Repräsentanten und Funktionsträger. 

Hass und Gewalt dürfen und können keine Form politischer Auseinandersetzung sein!

Eintreten gegen Hass, Diskriminierung und Gewalt

Die Hass-Kultur, die insbesondere in "Sozialen Medien" von rechtsextremen Gruppen und Parteien wie der AfD befördert wird, richtet sich gegen alle Menschen, die von den eigenen Vorstellungen dessen, was "deutsch" zu sein hat, hinsichtlich Herkunft, Religion, sexueller Identität und Orientierung sowie geschlechtlicher Rollenbilder abweichen. 

Nicht zuletzt veranlasst durch den Mord an den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sehen sich demokratisch gewählte Bürgermeister in Deutschland in ihrem Amt aufgrund von Hass-Drohungen gefährdet oder legten ihr Amt bereits nieder - eine unerträgliche Entwicklung! 

Grundsätzlich wenden wir uns gegen jeglichen Hass, jegliche Diskriminierung, Gewalt und Kriminalität.

CSD Wendland - Unser Motto 2020: 
Aufstehen gegen Hass und Diskriminierung!

Motto 2020: Aufstehen gegen Hass und Diskriminierung!

Mit unserem diesjährigen Wendland Pride wenden wir uns ganz klar gegen die Diskriminierung und den Hass, der insbesondere von rechten Gruppen gestreut wird. Wir solidarisieren uns mit den Menschen, die Ziel von Hass und Diskriminierung sind. 

Wir treten ein für

Offenheit

Solidarität

Toleranz

Gleichberechtigung

Respekt

Vielfalt

Unser Demonstrationsaufruf:

Wir fordern jeden Menschen auf, sich unserem Pride bzw. unserer CSD Demonstration gegen Hass und Diskriminierung anzuschließen.

Niemandem darf die Gefahr von extremistischen Gruppen und Parteien - insbesondere von rechts - gleichgültig bleiben. Tretet ein für unsere Grundwerte, die unsere Gesellschaft lebenswert machen.

Es ist Zeit aufzustehen und deutlich zu machen: Wir sind mehr!

Unsere eigene Geschichte zeigt:

Die Diskriminierung und schließlich der Hass rechter Gruppen in der Weimarer Republik richtete sich zunächst in erster Linie gegen Juden und mündete letztlich im Dritten Reich in die Ermordung von Juden, schwulen Männern, ethnischen Minderheiten, geistig Behinderten, Kommunisten, Sozialisten, bekennenden Kirchenvertretern und Menschen, die sich dem Hass entgegenstellten.  



 Impressum: Carsten Krüger, Alte Jeetze 32, 29410 Salzwedel, Tel. 03901 3081230, carsten.krueger@csd-wendland.de
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